Mit dem Fahrrad zum Laurenziberg - DJK-Sportlerwallfahrt nach Gau-Algesheim

Zum einundvierzigsten Mal waren Mitglieder der DJK Blau-Weiß Münster bei einer Sportlerwallfahrt unterwegs. In diesem Jahr war die Kapelle auf dem Laurenziberg das Ziel der Wallfahrer. 180 Kilometer verbrachten sie dabei an zwei Tagen im Sattel. Ein wichtiger Teil aller bisherigen Sportlerwallfahrten sind immer die „Auszeit“ genannten Ruhepausen. Hier geht es immer neben der körperlichen Erholung auch um eine Auszeit für die Seele. Die aufbauenden aber auch hinterfragenden Texte hatte Ulrike Becker vorbereitet. Sie hatte auch mit ihrem Mann Ulrich die Gesamtleitung der diesjährigen Wallfahrt. 

Die Wallfahrt begann samstags um 5:30 Uhr auf dem DJK-Gelände mit dem Reisesegen. Über Gräfenhausen und Nauheim wurde bei teils starkem Gegenwind das Altrheinufer von Ginsheim erreicht. Hier kamen die Brote, Salate und das Obst, das die Begleitfahrzeuge mitgebracht hatten, zum Vorschein. Ein kurzer Besuch in der nahegelegenen evangelischen Kirche und schon ging es weiter. Den Rhein im Blick ging es durch das belebte Mainz nach Heidenfahrt und schließlich hinauf zur Kapelle auf dem Laurenziberg. Pfarrer Horch war von Dieburg gekommen, um hier die Wallfahrtsmesse zu zelebrieren. Es war ein eindrucksvoller Wallfahrtshöhepunkt. Jetzt ging es noch einmal neun Kilometer abwärts nach Ingelheim, wo das Übernachtungshotel auf die Radler wartete. 

Der Sonntag begann mit dem Frühstück. Die ersten vier Kilometer der 80 Kilometer langen Strecke des zweiten Tages führten zur Fähre in Ingelheim. Bevor der Rhein überquert wurde, gab es direkt am Rhein einen Morgenimpuls. Von Oestrich-Winkel aus führte die Strecke zum Kasteler Museumsufer, wo das Thema der Auszeit war: „Kann ein Mensch sich wirklich ändern?“ Veränderung hängt immer mit Begegnung und Erfahrungsaustausch mit anderen Menschen zusammen. Danach führte die Fahrt zum Bootshaus nach Rüsselsheim zum Mittagessen. Ein sehr gastfreundliches Restaurant verpflegte die Radler perfekt. Die Sportanlage in Götzenhain war der Ort der letzten Auszeit: „Vieles braucht Zeit“. Wachstumsprozesse beim Menschen und in der Natur kann man nicht mit Gewalt beschleunigen. Ebenso ist es mit inneren Prozessen wie der Heilung von Krankheiten oder das Verarbeiten einer Trauer- oder Verlusterfahrung. Wie schon auf dem Laurenziberg wurde jetzt ein Kuchenbüffet aufgebaut. Fleißige Wallfahrerinnen hatten die vielen Kuchen gebacken. 

Exakt um 18 Uhr zogen die Wallfahrer begleitet von Glockengeläut in die Münsterer Michaelskirche ein. Ulrich Becker dankte allen, die am Zustandekommen der Wallfahrt beteiligt waren. Vor allem dankte er Waltraud und Günter Huther sowie Felicitas und Alfons Heckwolf, die bei der Organisation und den zahlreichen Vortouren mitgeholfen hatten. Auch den Fahrern der Begleitfahrzeuge Horst Hegedüs und Marc Grießmann dankte der Wallfahrtsleiter herzlich. DJK-Vorsitzender Martin Heckwolf, der selbst an der Wallfahrt teilgenommen hatte, dankte Ulrike und Ulrich Becker für die Organisation der Pilgertour.